München, 7.12.2006. Die Münchner Frühphasen-Technologieholding mic AG verkündet die Gründung der µ-GPS Optics GmbH zum 1.12.2006. 3-dimensionale Vermessungsaufgaben mit einer hohen Präzision für die Prozesssteuerung und Qualitätssicherung sind in vielen verschiedenen Bereichen von zunehmender Bedeutung. Die µ-GPS Optics GmbH baut auf einer Technologie auf, die am wbk, Institut für Produktionstechnik der Universität Karlsruhe, entwickelt wurde. Das Unternehmen ist Spezialist für 3D-Vermessungen mit höchster Genauigkeit in der Größenordnung von 1-5 µm bei deutlich verkürzter Messzeit als bei herkömmlichen Messtechniken. Ein dreiköpfiges Jurorengremium hat dem Unternehmen µ-GPS Optics GmbH am 6.12.2006 beim Thüringer Businessplanwettbewerb in Jena unter ca. 30 Bewerbern den 1. Preis verliehen. Dem Gewinner stehen 10.000 Euro Preisgeld zu.

Die µ-GPS Optics GmbH hat ihren Firmensitz im Gewerbezentrum Meiningen, wo bereits eine Vielzahl von mic Portfoliogesellschaften ansässig sind und somit vorhandene Technologien und Laborräume günstig genutzt werden können. Das Stammkapital beträgt 25.000 Euro. Die mic AG hält 95% der Geschäftsanteile. Zur Technologie: Die Idee des µ-GPS geht auf ein im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes -ACCOMAT- entwickeltes optisches Messprinzip zurück. Die Entwicklung dieses Messsystems ist bisher gezielt auf Anwendungen im Maschinenbau erfolgt. Zusätzlich sollen Vermessungssysteme für die Automatisierungstechnik und Halbleiterindustrie entwickelt werden. Der Schwerpunkt liegt in der Anpassung der Software an neue Anwendungen und Anpassungen des optischen Systems. Das Unternehmen wird, aufbauend auf den vorhandenen Prototypen an der Universität Karlsruhe, eine Kommerzialisierung dieser Entwicklung durchführen. In den ersten beiden Jahren nach Gründung der Gesellschaft stellt die Entwicklung vorserienreifer Geräte den wesentlichen Meilenstein dar.

Erste geringe Umsätze erwartet das Unternehmen aus dem Verkauf von Vorseriengeräten bereits ab 2008. Die Marktchancen für die Produkte sieht die Gesellschaft außerordentlich positiv aufgrund des hohen Kundennutzen im Vergleich zu der derzeit eingesetzten Messtechnik und auch in dem zeitlichen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern. Während der Wachstumsphase wird die Gesellschaft die 3D-Vermessung zusätzlich als Dienstleistung anbieten. Über das wbk Karlsruhe besteht zudem eine Vereinbarung für die Übertragung der Rechte an dem für die Technologie relevanten Basispatent. Das Patent beschreibt das grundsätzliche Prinzip der 3D-Vermessung und soll vom derzeitigen Inhaber des Patentes, der Firma Carl Zeiss, lizenziert werden. Die Einbeziehung des wbk sichert vor allem den Know How Transfer und ist auch im Hinblick auf das geplante Coaching der Vertriebsaktivitäten und das Erschließen neuer Märkte von großer Bedeutung.

Die Maschinenabnahme ist der Hauptfokus der Technologie in den ersten Jahren. Die Maschinenabnahme ist notwendiger Prozess in der deutschen Schlüsselindustrie Werkzeugmaschinenbau, für die 2005 ein Gesamtproduktionswert von ca.8-10 Mrd. Euro angegeben wurde. Die Zahl der Werkzeugmaschinenhersteller schätzt der VDW (Verein Deutscher Werkzeugfabrikanten) auf ungefähr 320. Zur mic AG: Mit der µ-GPS Optics GmbH erweitert die mic AG ihr Portfolio auf 10 Beteiligungen. Die mic AG, seit 25.10.2006 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet, beteiligt sich bereits in sehr frühen Stadien an Unternehmen und unterstützt diese beim Aufbau der Infrastruktur, Sales [&] Marketing etc. und übernimmt oftmals auch Managementfunktionen in den jungen Gesellschaften, bis diese eine gewisse Marktreife erreicht haben.

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