München, 09. Mai 2012 – Der Münchener Venture-Capital-Spezialist mic AG hat heute seine vorläufigen, noch untestierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 6,86 Mio. Euro (Vorjahr: 9,84 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss erreichte 3,34 Mio. Euro (6,20 Mio. Euro). Auf der Basis von 4,686 Mio. ausstehenden Aktien liegt das Ergebnis je Aktie bei 0,71 Euro (1,32 Euro). Die operativen Erfolge des Frühphaseninvestors blieben nicht ohne positive Auswirkungen auf die Bilanzkennzahlen. Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 von 19,03 Mio. Euro auf 25,47 Mio. Euro bzw. 5,44 Euro je Aktie. Bei einer Bilanzsumme von 27,66 Mio. Euro (2010: 22,84 Mio. Euro) stieg die Eigenkapitalquote der mic AG damit auf 92,1 Prozent (2010: 83,3 Prozent).

Angepeilte Rendite übertroffen

„Auch wenn die mic AG im Jahr 2011 kein neues Rekordergebnis erzielt hat, müssen wir uns mit dem Erreichten nicht verstecken. Das zweite Halbjahr 2011 war von erneuten Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten geprägt. Trotz dieser angespannten Situation konnten wir mit hello2morrow und Rogue Resolutions zwei erfolgreiche Exits realisieren, bei denen es uns sogar gelungen ist, die angepeilte Rendite auf das eingesetzte Kapital zu übertreffen“, zeigt sich Vorstandschef Claus-Georg Müller mit dem Geschäftsverlauf 2011 zufrieden. „Im Gegenzug haben wir unser Portfolio erneut aufgewertet. Die positive Entwicklung unserer Tochtergesellschaften, inklusive der neuen Beteiligungen PiMON GmbH, Wearable Technologies AG und exchangeBA AG, lassen uns optimistisch auf das Geschäftsjahr 2012 blicken“, ergänzt Finanzvorstand Manuel Reitmeier.

Zwei erfolgreiche Exits realisiert

Im Geschäftsjahr 2011 gelangen der mic AG zwei wichtige Verkaufserfolge: Im Juli veräußerte der Frühphaseninvestor seine Beteiligung am Potsdamer Software-Unternehmen hello2morrow GmbH. Dem Verkauf lag eine Bewertung im niedrigen siebenstelligen Euro-Bereich zugrunde. Die mic AG war im Januar 2008 mit 25,01 Prozent der Anteile bei dem Software-Spezialisten eingestiegen. Im Zuge der im April 2008 erfolgten Verschmelzung der Software-Tomography GmbH auf die hello2morrow GmbH war der mic-Anteil auf 14,29 Prozent gesunken. „Hello2morrow war das erste reine Softwareunternehmen im mic-Portfolio. Wir haben uns frühzeitig bei hello2tomorrow engagiert und das Unternehmen beim Aufstieg zum europäischen Marktführer im Segment der Werkzeuglösungen für Softwarearchitekturmanagement aktiv unterstützt. Dieser Exit ist ein weiterer Beleg für unser erfolgreiches Geschäftsmodell“, erläutert Finanzvorstand Manuel Reitmeier.

Der zweite erfolgreiche Exit konnte mit dem Komplettverkauf der Beteiligung an der Rogue Resolutions Ltd. realisiert werden. Die mic AG war seit 2010 mit 26,67 Prozent an der in Cardiff ansässigen Gesellschaft beteiligt, die mit innovativen Komplettsystemen den schnell wachsenden Markt für den nicht-invasiven Bereich der Neurologie bedient. Rogue Resolutions wurde Mitte 2010 als Joint Venture gemeinsam mit dem mic-Portfoliounternehmen neuroConn GmbH und der kanadischen Rogue Research Inc. gegründet. „Mit der Entwicklung von Rogue Resolutions, unserem ersten Investment in Großbritannien, waren wir sehr zufrieden. Deutlich früher als geplant ist uns hier ein sehr lukrativer Exit gelungen“, kommentiert Claus-Georg Müller.

Portfolio entscheidend gestärkt

Den beiden erfolgreichen Exits standen im Geschäftsjahr 2011 drei Neuinvestments gegenüber. Die neue 100-Prozent-Tochter PiMON GmbH bietet eine vollautomatisierte Technologie zur Überwachung von Öl- und Gaspipelines, die traditionellen Verfahren deutlich überlegen ist. Der Glasfaser- und Sensor-Spezialist ermöglicht mit seiner innovativen Monitoring-Technologie eine permanente Echtzeitüberwachung, die auch zur Kontrolle von Grundstücksgrenzen, zur Überwachung von Stromleitungen auf Überhitzung und zur Ortung von Lecks in Trinkwasserleitungen eingesetzt werden kann. Die PiMON-Technik, die sich bereits mit Prototypen im Test bewährt hat, wurde vor kurzem bei einem großen Pipelinebetreiber in Indien im Rahmen einer Testinstallation auf 40km Länge in den Praxiseinsatz übernommen.

Durch die Einbringung ihrer 87,5-Prozent-Beteiligung an der 4DForce GmbH hat sich die mic AG im vierten Quartal 2011 einen Anteil von 66,7 Prozent an der Wearable Technologies AG gesichert. Die in München ansässige Gesellschaft ist ein Pionier und strategischer Investor im Wachstumsmarkt Wearable Technologies, für den in den kommenden Jahren jährlich zweistellige Wachstumsraten prognostiziert werden. Diese noch junge Branche, deren Fokus auf Hightech-Produkten liegt, die am Körper bzw. in Körpernähe getragen werden, wächst mit der Entwicklung immer kleinerer und flexiblerer Kommunikations- und Übertragungstechnologien. Über die 100-prozentige Tochtergesellschaft WT Service GmbH ist die WT-Gruppe zudem Betreiber der international führenden B2B-Vermarktungsplattform „Wearable Technologies“, die seit 2006 erfolgreich Unternehmen bei der Geschäftsanbahnung, Technologievermarktung oder Vertriebsaktivierung unterstützt. Minderheitsgesellschafter der Wearable Technologies AG ist mit einem Anteil von 33,3 Prozent die Navispace AG, die ihrerseits neben der WT Service GmbH einen Anteil von 80 Prozent an der sportsCurve GmbH eingebracht hat.

Neu im mic-Portfolio ist seit Oktober 2011 auch eine Beteiligung an der in Frankfurt ansässigen exchangeBA AG, die unter www.exchangeba.com den führenden Venture-Capital-Marktplatz im deutschsprachigen Raum betreibt. Seit 2005 bringt die exchangeBA kapitalsuchende Unternehmen und Investoren, darunter Privatinvestoren und Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Gesellschaften sowie Family Offices, zusammen. Mit dem im Rahmen einer Kapitalerhöhung erfolgten strategischen Einstieg erweitert die mic AG ihr Netzwerk und sichert sich weitreichende Synergien für ihre Portfoliogesellschaften.

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