Unternehmeredition: Herr Müller, wie ist mic AG aufgebaut?

Müller: Die mic AG besitzt fünf Investment-Aktiengesellschaften für die Felder, in denen wir uns an Firmen beteiligen. Zunächst gibt es die 4Industries AG, die Unternehmen aus den Bereichen Sensorik, Optik, Bild- und Datenverarbeitung bündelt. Die zweite ist die Smarteag AG für Lösungen in Infrastruktur, natürliche Ressourcen und Energie. Als drittes investieren wir über die Lifespot AG in Telemedizin und Life Sciences. Unser vierter Investmentarm ist die Wearable Technologies AG für am und im Körper oder in Körpernähe getragene Technologien. Abschließend betreiben wir die micData AG für alle Beteiligungen im Zukunftsfeld Datenanalyse. Abgesehen von den Beteiligungen über diese fünf Unter-AGs führt die mic AG selbst auch direkt Beteiligungen in Unternehmen durch, etwa in den Hochpräzisions-Fertigungsspezialisten Aifotec AG.

Was ist Ihre die Investmentphilosophie?

Müller: Wir investieren in klassische Hochtechnologien außer Chemie, Pharma, Nano oder Internet. Bedingung ist für uns dabei, dass diese Hochtechnologien ein entsprechendes Marktpotenzial haben. Unser Investmentansatz hat nichts mit dem klassischen VCMuster zu tun, da wir Geld nur in „homöopathischen“ Dosen geben, was uns einen erheblichen Steuerungseffekt gibt.

„Bevor wir in ein Unternehmen investieren, muss die Gesellschaft den ‚mic-proof‘ bestehen“ – was bedeutet das?

Müller: Bevor wir investieren, führen wir erst einmal Gespräche, ob wir ein gleiches Verständnis für unsere Beteiligung und unser Engagement haben. Wer uns als Partner wählt, sollte den Willen mitbringen, sich helfen zu lassen und gegebenen falls auch andere Wege zu gehen, und sollte vor allem kein Geld „verbrennen“. Zentral sind dabei die handelnden Personen. Denn der Erfolg der Firmen hängt meist weniger an der Technologie, sondern an der Kompetenz der Verantwortlichen genauso wie an einer komplexen Struktur von Netzwerk, Marketing, Geld und Umsetzungswillen.

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